Der eigene „Häutungsprozess“

Wir klopfen die letzten Schneeflocken des Winters von unseren Schultern, ein letzter Windstoß lässt uns innerlich frösteln, doch wir spüren es, der Winter ist vorbei und macht Platz für ein neues Kapitel in unserem Leben. Langsam erwachen wir wieder aus unserem Winterschlaf, wischen uns den Schlaf aus den Augen und spüren Stück für Stück die Energie zurückkehren.

Manchmal sehe ich es noch, mein altes Ich, viel zu oft höre ich im Alltag noch die allzu vertraute Stimme der letzten Monate, doch sie wird immer schwächer und innerlich hoffe ich, dass sie bald verstummen wird – sie, die pessimistische, energielose und lustlose Version von mir. Ich hatte eigentlich nicht vor, sie zu besiegen, ich habe die letzten Wochen und Monate gut mit ihr gelebt und habe auch nicht richtig mitbekommen, wie sie sich in mein Leben geschlichen hat. Plötzlich saß sie wohl wie ein ungebetener Gast am Esstisch und tat als wäre sie nie weggewesen. Ich gab ihr mehr oder weniger zu essen und nährte sie, indem ich mich viel zu oft treiben ließ und in negativen Gedanken schwelgte. Doch was ist passiert und wie fand dieser  Häutungsprozess statt?

  • Ich war viel bei mir selbst, auch in Gedanken, die letzten Laufeinheiten taten unheimlich gut und machten aus heiterem Himmel wieder Spaß
  • Ich hatte viele gute Gespräche mit Menschen, die ich nie mehr missen möchte und die mein Leben bereichern
  • In der Natur & in der Stille fand ich wieder mehr zu mir und schwächte somit die Stimme der pessimistischen Version von mir

Ich denke das Stichwort „Entschleunigung“ bringt es auf den Punkt. Viel zu oft sind wir im Alltag gestresst vom Leben, von den vielen Entscheidungen, die wir treffen müssen, von dem Planungs- und Freizeitstress, sowie dem Arbeitsstress, der bei fast allen schon dazu gehört und nicht mehr wegzudenken ist. Wir sind dauer-präsent und das lässt uns von Zeit zu Zeit komplett durchbrennen. Was ich lernen musste, wir müssen unser Leben selbst gestalten und dürfen nicht zulassen, dass andere Faktoren oder schwächere Versionen von uns Selbst am Steuer unseres Wagens sitzen, denn das kann gefährlich werden…

Gutes Gelingen und bis bald – Eure Rox.

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